Ein Teil der Woltersdorfer Adressen liegt an Wegen, die für ein Fahrzeug mit 22 Kubikmetern schlicht zu schmal sind. Die Namen verraten es: Pötensteg, Drosselsteg, Finkensteg, Meisensteg, Fuchssteig, Löwensteig, Hohle Gasse, Kirchgasse. Diese Seite sagt, welches Fahrzeug dort noch hineinfährt, was ein unbefestigter Untergrund ändert und wann zwei kleine Fahrten zusammen weniger kosten als eine große.
Zwölf Wege im Ort tragen Steg, Steig oder Gasse im Namen
Sprinter mit 12 Kubikmetern statt Kofferwagen mit 22
Sand, Schotter und Wurzelgrund werden vorher angesehen
Zwei kleine Fahrten können günstiger sein als eine festgefahrene große
Sprinter12 Kubikmeter, ab 35 € je Stunde
Kofferwagen22 Kubikmeter, ab 37 € je Stunde
Zweiter Wagenin derselben Tour, ab 33 € je Stunde
Einzelne Fuhrebis 3 Kubikmeter, ab 96 €
Zwölf Wege, die kein großer Wagen nimmt
Im Straßenverzeichnis des Ortes stehen Pötensteg, Drosselsteg, Finkensteg, Meisensteg, Brotsteig, Fuchssteig, Löwensteig, Zoozmannsteig und Hannemannsteig. Dazu kommen Hohle Gasse, Kirchgasse und Gumpertgasse. Ein Steg oder eine Gasse war ursprünglich ein Fußweg, der später Adressen bekam, und diese Herkunft merkt man der Breite bis heute an. Fahrbahn, Bankett und Zaun liegen dort oft in weniger als vier Metern nebeneinander.
Für das Angebot heißt das zweierlei. Erstens muss das Fahrzeug hinein, zweitens muss es wieder heraus. Der zweite Punkt wird häufiger unterschätzt: Ein Weg ohne Wendemöglichkeit zwingt dazu, die ganze Strecke rückwärts zurückzusetzen, und das geht mit einem kurzen Radstand deutlich besser als mit einem langen. Deshalb sehen wir uns solche Zufahrten vor dem Angebot an und nicht am Umzugstag.
Wo der Sprinter fährt und wo der Kofferwagen
Der Kofferwagen fasst 22 Kubikmeter und kostet ab 37 € je Stunde. Er hat Ladebordwand und Rampe, und für eine Wohnung mit drei Zimmern reicht eine Fuhre. Er braucht dafür eine Fahrbahn, auf der man neben ihm noch stehen kann, und einen Platz zum Wenden. Wo beides fehlt, ist er das falsche Werkzeug, auch wenn er auf dem Papier billiger pro Kubikmeter wäre.
Der Sprinter fasst 12 Kubikmeter und kostet ab 35 € je Stunde. Er kommt in die Steige und Gassen hinein, wendet auf einer Hofeinfahrt und fährt notfalls zweihundert Meter rückwärts heraus. Dafür braucht eine Dreizimmerwohnung zwei Fuhren statt einer. Welche Rechnung bei Ihnen aufgeht, hängt an der Entfernung zwischen alter und neuer Adresse, und die ist bei einem Umzug innerhalb des Gemeindegebiets kurz.
Engste Stelle der Zufahrt, gemessen zwischen den festen Hindernissen
Lichte Höhe: Äste, Kabel, Torbögen auf der ganzen Strecke
Wendemöglichkeit am Ende oder Länge der Rückwärtsstrecke
Tragfähigkeit des Untergrunds bei voller Ladung
Gegenverkehr: gibt es eine Ausweiche auf halbem Weg
Die Breite ist nur die halbe Frage, der Untergrund ist die andere. Unbefestigte Zufahrten sind hier verbreitet, und sie verhalten sich je nach Wetter völlig verschieden. Trockener, festgefahrener Sand trägt ein beladenes Fahrzeug ohne Weiteres. Frisch aufgeschütteter oder durchnässter Sand tut das nicht, und ein Wagen, der sich einmal eingegraben hat, blockiert den Weg für alle.
Wir sehen uns deshalb nicht nur an, wie der Weg aussieht, sondern fragen auch, wie er sich nach drei Tagen Regen verhält. Das weiß niemand besser als der Anwohner. Auf weichem Grund fahren wir grundsätzlich leichter: lieber zwei halb beladene Fuhren als eine volle, die bis zur Achse einsinkt. Bei Wurzelgrund unter Kiefern kommt hinzu, dass die Spurrillen nach der Fahrt bleiben, und das will vorher besprochen sein.
Warum zwei kleine Fahrten billiger sein können
Die Rechnung ist einfacher, als sie klingt. Ein Kofferwagen, der hundert Meter vor dem Haus stehen bleiben muss, erzeugt hundert Meter Trageweg für jeden einzelnen Karton. Ein Sprinter, der bis ans Tor fährt, erzeugt fünf Meter und dafür eine zweite Fahrt. Bei einer kurzen Strecke zwischen den Adressen gewinnt der Sprinter fast immer, weil Fahrzeit billiger ist als Tragezeit.
Wenn beides gebraucht wird, geht auch das. Ein zweiter Wagen in derselben Tour kostet ab 33 € je Stunde und ist nur zusammen mit dem ersten buchbar. Dann steht der große Wagen an der Straße und wird gefüllt, während der kleine zwischen Haus und Straße pendelt. Für einzelne Stücke, die später nachkommen, gibt es die Einzelfuhre bis 3 Kubikmeter, sie kostet ab 96 €.
Was passiert, wenn ein Wagen feststeckt
Ein festgefahrenes Fahrzeug kostet nicht nur die eigene Bergung, sondern den ganzen Tag. Solange es im Weg steht, kommt niemand vorbei, auch der Nachbar nicht und im Ernstfall auch kein Rettungswagen. Genau deshalb entscheiden wir im Zweifel gegen die Einfahrt und für den längeren Trageweg. Das ist die unbequemere, aber die planbare Variante.
Wir sagen Ihnen diese Entscheidung vorher und nicht vor Ort. Wenn beim Aufmaß erkennbar ist, dass die letzten dreißig Meter unsicher sind, steht im Angebot ein Standplatz an der festen Fahrbahn und der gemessene Weg von dort. Sie wissen dann, woran Sie sind, und niemand muss am Umzugsmorgen improvisieren.
Zufahrt zu Fuß abgehen, an der engsten Stelle messen
Boden prüfen: Ferse hineindrücken, auf Spurrillen und Pfützen achten
Fragen, wie sich der Weg nach längerem Regen verhält
Fahrzeug danach wählen, nicht nach der Wohnungsgröße
Ausweichstandplatz auf fester Fahrbahn festlegen und mit aufschreiben
Was davon im Angebot steht
Im Angebot stehen das gewählte Fahrzeug, die Zahl der geplanten Fuhren und der Standplatz, von dem aus gearbeitet wird. Ist ein zweites Fahrzeug vorgesehen, hat es eine eigene Zeile. Kommt am Umzugstag doch eine Fuhre mehr dazu, besprechen wir sie vorher und nicht auf der Rechnung.
Im Gemeindegebiet, in Erkner, Schöneiche, Rüdersdorf und im Berliner Südosten bis zur Stadtgrenze fällt kein Anfahrtsaufschlag an. Ob wir mit dem großen oder dem kleinen Wagen kommen, ändert daran nichts. Die Wahl richtet sich allein nach der Zufahrt und nicht danach, welches Fahrzeug gerade frei steht.
Was bei schmaler Zufahrt gefragt wird
Unser Weg ist drei Meter breit. Passt da überhaupt etwas hinein?
Ein Sprinter ja, mit angeklappten Spiegeln und ruhiger Fahrweise. Wichtiger als die drei Meter ist, ob die Breite auf der ganzen Länge gleich bleibt oder ob ein Zaunpfosten hineinragt. Beim Aufmaß messen wir die engste Stelle, und die entscheidet.
Wir wohnen an einem Sandweg. Kommen Sie bei Regen trotzdem?
Wir kommen, fahren aber unter Umständen nicht bis vor die Tür. Auf durchnässtem Sand stellen wir den Wagen auf die letzte feste Stelle und tragen den Rest. Das steht dann schon im Angebot als zweite Möglichkeit, damit Sie nicht überrascht werden.
Kostet mich der Sprinter am Ende mehr als der große Wagen?
Je Stunde ist er günstiger, aber er braucht mehr Fuhren. Bei einem Umzug innerhalb von Woltersdorf oder nach Erkner fällt das kaum ins Gewicht, weil die Fahrt kurz ist. Bei einem weiten Ziel rechnen wir beide Möglichkeiten durch und schreiben die günstigere ins Angebot.
Darf der Wagen kurz auf dem Nachbargrundstück wenden?
Nur wenn der Nachbar es erlaubt, und das fragen Sie besser vorher als am Umzugsmorgen. Oft ist es die einfachste Lösung überhaupt und spart eine lange Rückwärtsstrecke. Wir vermerken die Zusage im Angebot, damit sie nicht in Vergessenheit gerät.
Können Sie über die Wiese neben dem Weg ausweichen?
Mit dem leeren Fahrzeug meistens, mit dem beladenen selten. Eine Wiese trägt beim Hinfahren und gibt beim Zurückfahren nach, weil dann das Gewicht darauf liegt. Wir planen deshalb so, dass wir ohne diese Ausweiche auskommen.
Wie viele Fuhren brauchen wir für unsere Dreizimmerwohnung?
Mit dem Kofferwagen in der Regel eine, mit dem Sprinter zwei bis drei. Die genaue Zahl kommt aus dem Aufmaß, weil sie an den großen Möbeln hängt und nicht an den Quadratmetern. Im Angebot steht sie als Zahl, nicht als Vermutung.
Was ist mit der Hohlen Gasse und der Kirchgasse?
Beide sehen wir uns grundsätzlich vorher an, weil dort neben dem Fahrzeug kaum Platz bleibt. Meistens fährt der Sprinter hinein und der große Wagen wartet auf der nächsten breiten Stelle. Den Umschlagpunkt legen wir beim Aufmaß fest und schreiben ihn auf.
Unsere Zusage zur Zufahrt
Wir fahren nur dort hinein, wo wir auch wieder herauskommen, und sagen Ihnen das Ergebnis vor dem Umzugstag. Bei Transportschäden greift Paragraf 451e HGB: 620 Euro je Kubikmeter Laderaum.